Wie der Name bereits andeutet, wird ein virtueller Wächterrundgang nicht durch einen physischen Wachmann am überwachten Objekt durchgeführt, sondern vom Sicherheitspersonal im Leitstand ausgelöst. Die Rundgänge erfolgen dann durch installierte Kameras, mit welchen man definierte Presets „abläuft“ und / oder frei schwenk- und zoomfähige Dome-Kameras zur Überprüfung nutzt. Das Sicherheitspersonal muss dabei auf Unregelmäßigkeiten achten, ggf. das Gezeigte mit Referenzbildern vergleichen und die Kontrollaufschaltung bestätigen. Alle Vorgänge werden revisionssicher protokolliert und aufgezeichnet. Sollten bei einer derartigen Kontrollaufschaltung unbefugte Personen erkannt werden, kann der Wachmann am PC sofort reagieren, die betreffenden Personen per – aus unserer Erfahrung heraus zwingend notwendigen – Lautsprecheranlage direkt ansprechen und falls nötig Interventionskräfte (Sicherheitsdienst, Streifenwagen, Polizei o.ä.) informieren, in den Einsatz schicken und punktgenau zur Alarmort lenken. Soweit die Ideallösung.
Sehr häufig wird die Videoüberwachung aber ohne den Mehrwert der Live-Verbindung mit einem NSL durchgeführt und die Detektion von Gefahren allein der Technik überlassen. Ein hohes Maß an Fehl- und Falschalarmen sind die Folge, welche im Nachgang logischerweise auch die Kosten für eben jene unnötigen Interventionseinsätze mit sich bringen. Ein geschultes menschliches Auge erkennt auch bei größerer Entfernung Unregelmäßigkeiten schneller und zuverlässiger als Software-Videosensorik dies allein vermag. Ein weiterer Vorteil dieser virtuellen Wächterrundgänge ist, dass für Außenstehender nicht sichtbar wird, wann und wie oft diese durchgeführt werden. Somit sind keine Zeitfenster ausspähbar, in denen sich Täter sicher fühlen können.